Dienstag, 25. Februar 2014

Rezension: Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes




Titel: Ein ganzes halbes Jahr
Autor: Jojo Moyes
Originaltitel: Me before you

Verlag: Rowohlt Polaris

Erscheinungsjahr: 2013

Seitenanzahl: 512

Genre: Roman

 

Inhalt:


Louisa, genannt Lou, ist 26 Jahre alt und lebt noch bei ihren Eltern. Die Familie hat große Geldsorgen, da der Vater jeden Tag um seinen Job bangen muss und Louisa nur in einem Cafe arbeitet. Ihre Mutter pflegt Lou’s Großvater und ihre Schwester kümmert sich um ihr Kind. Lou bringt hauptsächlich das Geld in den Haushalt, doch sie verliert ihren Job. Nun plagen die Familie sehr große Sorgen. Glücklicherweise bekommt Lou aber eine Stelle als Pflegehilfe angeboten. Sie soll sich um Will kümmern. Seit 2 Jahren sitzt der in einem Rollstuhl wegen eines Unfalls und leidet an Tetraplegie, d.h er kann seine Beine nicht mehr Bewegen und auch die Bewegungsfreiheit seiner Arme ist sehr eingeschränkt.

Lou nimmt das Angebot an, nachdem geklärt wurde, dass sie keine Pflegedienste (waschen oder mit auf die Toilette begleiten) verrichten muss. Will zeigt Lou schnell, dass sie sich keinen einfachen Job ausgesucht hat. Denn Will ist sehr verbittert, zynisch und verletzend. Er sieht keinen Sinn mehr in seinem Leben, das vor dem Unfall sehr actionreich war. Er vegetiert nur noch vor sich hin und sieht nichts positives in seinem Leben. Er starrt nur noch aus dem Fenster, er reagiert abwesend und lässt niemanden mehr an sich heran. Lou hat es ziemlich schwer, weil Will sie komplett ignoriert. Lou will oft alles hinschmeißen, doch dann packt sie der Ehrgeiz und schön langsam durchbricht sie das Eis zwischen ihr und Will. Sie fühlen sich wohl in der Gegenwart des anderen und gewöhnen sich aneinander. Lou möchte ihm zeigen, dass auch seine Situation lebenswert ist. Dabei muss sie aber feststellen, dass es nicht ganz einfach ist Unternehmungen mit einem Rollstuhlfahrer zu machen. Autofahrten müssen von langer Hand geplant werden und selbst kleine Spaziergänge werden mit den Bürgersteigen zur Herausforderungen. Doch das ist der Beginn einer ungewöhnlichen Beziehung zwischen 2 Menschen.

Meinung:


Die Autorin macht einen bewusst was es heißt, an einen Rollstuhl gefesselt zu sein, nicht nur für denjenigen der darin sitzt, sondern auch für alle Menschen um ihn herum. Also für seine Pfleger, die versuchen ihm seine Tage so angenehm wie möglich zu machen, für die Familie, die mit ansehen muss wir ihr eigener Sohn immer mehr an Lebensmut verliert. Dabei kann man sich gut in die einzelnen Rollen hineinversetzen und es ist nachvollziehbar, warum die Figuren sich so verhalten. Angekündigt ist das Buch als Liebesgeschichte, was auch an sich stimmt. Vielmehr erzählt dieses Buch jedoch von der Entwicklung einer wunderbaren Freundschaft zwischen einer Frau die noch nicht viel von der Welt gesehen hat, und einem Mann, der sein Leben als abgeschlossen betrachtet. Beide lernen voneinander, Lou, dass es nach so viel im Leben zu entdecken gibt und Will, dass man auch tolle Erlebnisse im Rollstuhl haben kann.



Fazit:


Ein ganzes halbes Jahr ist ein sehr emotionales Buch mit schönen und auch traurigen Momenten. Die Beschreibung Tragikomödie passt am besten. Denn obwohl es viele witzige Szenen gibt bleibt ein gewisser bitterer Beigeschmack.

Auch der Titel hat eine ganz bestimmte Bedeutung, zu der ich aber nicht mehr sage, sonst würde ich zu viel verraten.

Kommentare:

  1. Hallihallo ich hab dich bei Liebster Award Discover New Blogs nominiert :)

    Schau vorbei :D
    http://whowherewhatever.blogspot.de/2014/02/liebster-award-discover-new-blogs.html

    AntwortenLöschen
  2. Ich hab das Buch auch gelesen und muss sagen, dass deine Beschreibung wirklich sehr gut passt! Hast du zufällig auch schon "Eine handvoll Worte" von ihr gelesen?
    Liebe Grüße, Mlle Petit Point

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dankeschön!
      Nein noch nicht, aber es steht als nächstes auf meiner "unbedingt lesen" Liste :) Ist es denn auch so gut wie "Ein ganzes halbes Jahr"?
      Lg Steve

      Löschen